Zen Meditation

Dojo


 Wenn du die Berührung
mit der inneren Stille verlierst,
verlierst du den Kontakt mit dir selbst.
Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst,
verlierst du dich in der Welt.
Eckhard Tolle


Einfach den Weg zu sich selber finden, auf dem Weg zu sein, zu bleiben, zu sein - sein!

Sich auf diesen Weg zu machen braucht grosse innere Überwindungskraft, Ausdauer, Geduld, alles was wir eigentlich auch im Alltag praktizieren könnten und sollten. Wir finden dabei grössere Achtsamkeit und Gelassenheit, somit mehr Zufriedenheit!

 Zum Beginn der Meditation gebe ich jeweils Impulse mit verschiedenen Texten. Auch wenn dieseTexte vielleicht momentan nicht verstanden werden können, lassen wir uns nicht entmutigen, wir lassen sie einfach einwirken, das Verständnis wächst mit der Meditation - ein lebenslanger Weg zum inneren Herz.

 

 


 

 
 





Zazen 8.11.18
Der Wüstenmönch Poimen bat den Altvater Joseph: "Sage mir, wie ich Mönch werde." Joseph antworterte: Wenn du Ruhe finden willst, hier und dort, dann sprich bei jeder Handlung - Ich, wer bin ich? - und richte niemand!"

Indem wir Distanz zum eigenen Ich schaffen, nehmen wir Distanz zu einer trügerischen Selbstvorstellung, welche seit der Geburt aufgebaut wurde durch ein bestimmtes Umfeld.
Die Mönche suchen die Einsamkeit in der Wüste, um den eigenen Grund aufzufinden, als Mensch jedoch lässt sich sein eigenes Wesen erst wieder in der Gesellschaft spiegeln, wo wir dank einer tieferen Erkenntnis uns selber neu wiedererkennen können, was manchmal eine bestimmte Überwindung braucht aufgrund einer erweiterten eigenen Sicht.

Der Umgang mit den gewohnten Wertungen sollte dabei hinterfragt werden - was sind Wertungen wert? Funktioniert eine Beziehung mit anderen Menschen nur über Äusserlichkeiten, welche durch unsere Sinne erfasst werden.
Wenn wir fähig werden, unsere Sicht jenseits unserer sinnlich erfassten Erscheinungen zu bringen, erkennen wir die Situation so wie sie ist, in der Wirklichkeit. Das gewohnte Werten verliert an Wichtigkeit.

Die Wüstenmönche sind sich gewiss, den eigenen Seelengrund nur mittels einer Perspektive zu erkennen, die nicht von ihrer Person selbst stammt, sondern von einem nichtlokalen, höheren Geist.
Wenn wir uns nur als "Anhängsel" von Äusserlichkeiten erkennen, sind wir äusserst verletzbar, wenn wir in Kontakt mit unserer Seele oder Grund sind, wird unser labiles Dasein stabiler und zufriedener.



Zazen 1.11.18

Einstein sagte, dass der Mensch Teil des Ganzen, des Universums ist, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil.
"Der Mensch erfährt sich selbst sowie seine Gefühle und Gedanken als getrennt von allem anderen - eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Befreien wir uns aus diesem Gefängnis, erweitern wir unser Bewusstsein bis es alle lebenden Wesen und die gesamte Natur umfasst."

Unser Bewusstsein interagiert mit der Energie des Universums. Ein Physiker, Larry Dossey, bezeichnet das expansive Bewusstsein, welches die Natur als Ganzes umfasst mit "nichtlokalen Geist".
Wir leben unser Leben in unserem eingeschränkten lokalen Geist und der gewöhnlichen Realität und gleichzeitig nehmen wir unbewusst Teil am umfasserenden Bewusstsein des nichtlokalen Geistes. Synchronizitäten nehmen wir nicht wahr, obwohl sie bestehen, weil uns unsere Gedanken und Zerstreuung immer davon trennen.

Wenn wir uns mit diesem höheren Bewusstsein verbinden, entstehen Veränderungen in den Atomen und Molekülen unseres Körpers. Bewusstseinsveränderung geht mit Veränderung in und mit der Welt einher.

Im Einklang mit einem universellen Geist verliert Geburt und Tod an Bedeutung.

Bedeutung verliert an Bedeutung

Beim Sitzen in einer guten Haltung lassen wir uns in unser eigenes Wesen und zugleich einem umfassenden Bewusstsein ein.

Wir sind ganz da.



Zazen 25.10.18

Im 3. und 4. Jahrhundert gingen Menschen in die Wüste, um sich in beständiger Einsamkeit und hoher Wachheit ganz der inneren Wahrheit auszusetzen. Besitzlos und fern von jeder gesellschaftlichen Bindung und Verpflichtung und ganz der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt ausgesetzt, erwarben sich viele von ihnen eine grosse Menschenkenntnis. Sie wurden zu den Psychologen der damaligen Zeit. Von überall her pilgerten Menschen zu den Einsiedlern, um sich von ihnen beraten und heilen zu lassen.

Einmal kamen Mönche zum Altvater Antonios, unter ihnen war auch der Altvater Joseph. Antonios wollte sie prüfen, legte ihnen ein Wort der Schrift vor und begann, sie zu fragen, was das Wort bedeute. Jeder gab eine Antwort, je nach seinem Vermögen. Der Greis sagte zu jedem: "Du hast es noch nicht gefunden." Zuletzt von allen sprach er zum Altvater Joseph: "Was sagst denn du, was dieser Spruch bedeute?" Seine Antwort war: "Ich weiss es nicht." Da sprach der Altvater Antonios: "Wahrhaftig, Altvater Joseph hat den Weg gefunden, indem er sagte, Ich weiss es nicht."
Wo liegt denn die Wahrheit, wenn er sagt, er wisse es nicht?

Sie ist jenseits unseres weltlichen Wissens, jenseits von Name und Form (Nama Rupa). Die Welt ist nicht nur das, wie wir sie erleben.

Wissen, Worte und Formen sind nach aussen gerichtet, wir brauchen das um verstandesmässig zu leben. Das aussen gerichtete Leben brauchen wir um uns als Person und Ego identifizieren zu können.

Jenseits von Name und Form lernen wir mit der Wahrheit und Wirklichkeit in Kontakt zu kommen, finden so zu uns selber.

Wir wenden uns unserer Übung zu, ganz in eigener Versunkenheit und lassen Namen und Formen los. Wir sind ganz angekommen.






Mit dieser Meditation versuchen wir die Ebene, hinter oder jenseits unserer alltäglichen Erfahrung des stets analysierenden Denkens und der sinnlichen Wahrnehmungen zu erfahren, das eigene Selbst. Die gewonnene Gelassenheit kann so in das Alltagsleben übernommen werden.

Die Zen-Meditation richtet sich auf das Innere, auf das Selbst.
Sie wird in der Regel sitzend (zazen) auf einem Kissen oder auf einem Meditations-Schemel ausgeführt, ist aber je nach körperlicher Verfassung auch auf einem normalen Stuhl möglich. Auf eine richtige Haltung wird grossen Wert gelegt, da diese das innere Gleichgewicht positiv beeinflusst.
Der Ursprung des Zen stammt aus dem Buddhismus - Zen, wird aber bei uns losgelöst davon praktiziert, die Konfession spielt keine Rolle.

Das Wort ,,Zen" kommt aus dem Sanskritbegriff "Dhyana", wurde dann in China und Japan zu Chana, Chan und schlussendlich wurde daraus Zen.

Für Anfänger empfiehlt sich eine individuelle Einführung, welche ich gratis anbiete. Pro weitere Meditationssitzung mit einer Dauer von von ca. 1 Stunde sind die Kosten pro TeilnehmerIn Fr. 10.-. Kissen und Meditationsstuhl sind vorhanden.

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